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Material und Vorteile:
"Tychem® F" ist ein Hochleistungsbarrierematerial, das zur Herstellung von Chemieschutzkleidung verwendet wird. Polyethylen-Spinnvlies TYCHEM wird auf eine polymerbeschichtete Barrierefolie laminiert. Aufgrund der Verbindung von Folie und Polymer weist das Material Partikeldichtheit sowie eine hervorragende Barrierewirkung gegen die Penetration und Permeation zahlreicher Flüssigkeiten und Gase auf.
"Tychem® F" bietet hervorragenden Schutz gegen:
- Staub- und pulverförmige Gefahrstoffe
- Organische und anorganische Säuren und Laugen
- Zahlreiche häufig eingesetzte Gase
- Blut und durch Blut übertragbare Krankheitskeime
- Gegen Aerosole oder Sprühnebel von vielen Mischungen
"Tychem® F" ist ein flexibles, leichtes Material, das optimalen Tragekomfort bietet. Die Schutzseite ist grau, die Innenseite weiß.
"Tychem® F"-Schutzanzüge erfüllen die Anforderungen der Europäischen Normen für Chemieschutzkleidung vom Typ 2 (begrenzt gasdicht), Typ 3 (flüssigkeitsdicht), Typ 4 (sprühdicht), Typ 5 (partikeldicht) und Typ 6 (begrenzt spritzdicht) hinsichtlich Nahtfestigkeit und der Schutzfunktion des gesamten Anzuges.
"Tychem® F" sollte nicht eingesetzt werden, wenn Schutz vor elektrostatischer Aufladung erforderlich ist. Darüber hinaus darf "Tychem® F" nicht in einer explosionsgefährdeten Umgebung oder in der Umgebung von Flammen, Funken oder Hitze eingesetzt werden.
"Tychem® F" enthält weder Halone noch halogenierte Verbindungen und kann wie normales Polyethylen recycelt, umweltgerecht thermisch oder auf Deponien entsorgt werden. Die Art der Entsorgung ist ausschließlich von der Kontamination abhängig, die sich nach der Verwendung auf dem Schutzanzug befindet.
Physikalische Eigenschaften von "Tychem® F":
| Eigenschaft |
Einheit |
Typischer Meßwert |
| Flächengewicht |
g/qm |
110 |
| Dicke |
mm |
180 |
| Berstfestigkeit
(Mullen) |
kPa |
560 |
| Weiterreißfestigkeit
MD
XD
|
N
N |
17,0 18,5 |
| Biegereißfestigkeit |
Zyklen |
150.000 |
| Abriebfestigkeit
(Martindale) |
Zyklen |
2.000 |
| Durchstoßwiderstand |
N |
24,9 |
| Wassersäule |
cm H2O |
> 300 |
| Oberflächenwiderstand
Beschichtete Seite
TYVEK-Seite
|
G W
G W |
> 10.000
5.9 |
| Oberflächenstabilität unter Hitzeeinwirkung
Schicht gegen Schicht
Schicht gegen Rückseite
Rückseite gegen Rückseite
|
- |
Leicht klebend
Leicht klebend
Nicht klebend
|
Permeationsmessungen:
Permeation ist der Prozeß, bei dem eine gefährliche Flüssigkeit ein Material auf molkularer Ebene passiert. Die Permeationsrate gibt die Substanzmenge (in mg) an, die innerhalb von einer Minute durch eine Oberfläche von 1 qcm durchdringt. Die Durchbruchszeit gibt die Zeit (in Minuten) an, die eine Substanz benötigt, um das Material zu durchdringen und dabei eine bestimmte Permeationsrate zu erreichen. Die Durchbruchszeiten wurden mit Hilfe der Testmethode EN 369 ermittelt, bei der die Zeit (in Minuten) bis zum Erreichen einer Permeationsrate von 1mg/qcm/min angegeben wird. Alle Tests wurden mit reinen Chemikalien bei Standardtemperatur und druck durchgeführt, sofern keine anderen Angaben gemacht werden.
Durchbruchszeiten für "Tychem® F":
Die neuen europäischen Normen für Chemieschutzkleidung definieren für die Typen 1, 2, 3 und 4 sechs Leistungsklassen für die Permeation:
| EN-Klasse |
Zeit (min.) bis zum Erreichen der Permeationsrate von
1 mm/qcm/min |
1
2
3
4
5
6 |
>= 10 min. < 30 min.
>= 30 min. < 60 min.
>= 60 min. < 120 min.
>= 120 min. < 240 min.
>= 240 min. < 480 min.
>= 480 min. |
|
Zeit (min.) bis zum Erreichen
der Permeationsrate
von 1mg/qcm/min |
EN-Klasse |
| Organische Säuren:
Ameisensäure
Acrylsäure
Eisessig
Chloressigsäure
Trichloressigsäure
|
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480 |
6
6
6
6
6
6 |
| Ester, Aldehyde und Ketone
Acrolein
Methylmethacrylat
Vinylacetat
N-amylacetat
Formaldehyd 37 40 %
Aceton
Methylethylketon
Ethylacetat
|
> 480
215
325
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480 |
6
4
5
6
6
6
6
6 |
| Alkohole und Äther:
Allylalkohol
2,2' ,6,6'-Tetrachlordiphenol
2-Methoxyethanol
Methanol
Phenol
Kresol
2-Chlorethanol
Ethylenglycol
Butylether
Tetrahydrofuran
Chlormethylmethyether
|
> 480
> 480
> 480
> 480
276
206
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480 |
6
6
6
6
5
4
6
6
6
6
6 |
| Amine und Amide:
Diethylamin
Ethylendiamin
Anilin
o-Toluidin
Hydrazin
Dimethylformamid
Dimethylnitrosamin
|
> 480
> 480
> 480
> 480
352
> 480
> 480 |
6
6
6
6
6
6
6 |
Nitrile, Cyanate und
Nitroverbindungen:
Acetonitril
Acrylonitril
Benzonitril
Methylisocyanat
Hexamethylendiiso-
Cyanat
Toluendiisocyanat
Nitromethan
Nitrobenzol
|
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480 |
6
6
6
6
6
6
6
6
6
|
| Aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoff:
1,3-Butadien
Cyclohexan
Diesel-Kraftstoff
Verbleites Benzin
Bleifreies Benzin
n-Hexan
Kerosin
Benzol
Naphtalen
Styren
Toluol
Xylen
|
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480 |
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6 |
| Heterocyclische Verbindungen:
Epichlorhydrin
Ethylenoxid
1,2-Propylenoxid
Furfural
|
> 480
120
225
> 480 |
6
4
4
6 |
| Chlorierte aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe:
2,3-Dichlor-1-Propen
Tetrakohlenstoff
Ethylendibromid
Methylchlorid
1,2,4-Trichlorbenzol
Chloroform
Vinylchlorid
Methylenchlorid
Tetrachlorethylen
Chlorbenzol
|
140
> 480
> 480
> 480
> 480
8
> 480
8
> 480
> 480 |
4
6
6
6
6
-
6
-
6
6
|
| Anorganische Säuren :
Oleum(30% freies SO3)
Salzsäure (37%)
Fluorwasserstoff (50%)
Salpetersäure (70%)
Phosphorsäure (85%)
Schwefelsäure (konz.)
|
< 15
> 480
> 480
> 480
> 480
> 480
|
-
6
6
6
6
6 |
| Anorganische Laugen:
Ammoniumhydroxid
Natriumhydroxid (50 %)
Natriumhydroxid (konz.)
|
> 480
> 480
> 480 |
6
6
6 |
| Anorganische Salzlösungen (in Wasser gesättigt):
Quecksilberchlorid
Natriumcyanid (45 %)
Natriumhypochlorit
Kaliumchromat
|
> 480
> 480
> 480
> 480
|
6
6
6
6
|
| Schwefelverbindungen:
Kohlendisulfid
Dimethylsulfoxid
|
> 480
114
|
6
3
|
| Gase:
Phosphorwasserstoff
Stickstoffdioxid
Schwefeldioxid
Chlorgas
Chlorwasserstoff
Ammoniak
|
< 10
< 15
60
> 480
> 480
> 480 |
-
-
3
6
6
6 |
| Elemente:
Quecksilber
|
> 480 |
6 |
Anwendungsbereiche:
| Bereich |
Situation |
| Chemiebranche |
Vorbereiten von und Umgang mit festen, flüssigen oder gasförmigen Gefahrstoffen. Dekontaminierungsarbeiten. Arbeiten an unter Druck stehenden Gefahrstoffen in Behältern und Rohren. |
| Notfallteams |
Inspektion und Sicherung an Unfallorten bei Austritt unbekannter Substanzen. Dekontaminierungsarbeiten. |
| Erdöl |
Umgang mit Öl, Reinigung von Öltankern. |
| Abfallentsorgung |
Dekontaminierung und Entsorgung gefährlicher Chemikalien. |
Chemieschutzkleidung finden Sie im Sortiment "Persönliche Schutzausrüstung, Bekleidung".
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